Drucken

Beim Druck auf Bögen oder Bahnen von Kunststofffolie und Papier – beides oft beschichtet, ist es unvermeidlich, dass elektrostatische Ladung entsteht (siehe Material in Ihr Problem). Auch da die Verarbeitungsgeschwindigkeiten zunehmen, wird eine Aktive Entladung unumgänglich, um saubere Druckbilder zu gewährleisten und Arbeitsabläufe zu ermöglichen. In folgenden Prozessen werden bereits IONTIS Produkte zur Ent- aber auch Aufladung eingesetzt:
Unsere Fachexperten kümmern sich täglich um Elektrostatik in der Industrie – profitieren Sie von der Expertise und lassen Sie sich beraten!

 

Prozesse Elektrostatische Lösungen
Bogenoffset

Am Anleger kann sich das Material aufladen, kleben bleiben oder verhaften, so dass Doppelbögen eingezogen werden, wenn keine Entladung vorgenommen wird. Das Problem wird ausgeprägter, je trockener die Bögen sind.

Am Anlegetisch können sich v.A. grossformatige Bögen durch Reibung wieder aufladen und kleben bleiben oder nicht gerade in die Anlegemarken laufen – auch hier muss eine Entladung vorgesehen werden.

Damit Bögen am Ausleger nicht zum Schweben neigen und sich kantengenau ablegen lassen, kann mit Entladeelektrode neutralisiert werden.

Siebdruck

Die Bögen können sich aufladen v.A. wenn auf Kunststoff gedruckt wird. Ohne Entladung kann das Substrat am Einlauf Verblocken und falsch einziehen, am Siebbett kleben bleiben und Farbfäden ziehen, beim Anheben vom Sieb angezogen werden und Krähenfüsse bilden, beim Weg zum Trockner oder am Trocknerband haften und Staub aus der Luft anziehen

Rollenoffset

Im Heatset-Rollenoffset Druck kann durch gezielte Aufladung der Bahn an der Einlaufstelle der Kühlwalze dort für eine Bahnfixierung gesorgt werden, indem die Bahn (Papier oft 110 Grad) auf die Kühlwalze gezogen wird und, effizient und gleichmässig gekühlt wird, ohne dass Kondensationsstreifen sich bilden.

Rotations-Tiefdruck

Um eine Missing-dot freie Qualität auch bei sehr hohen Bahngeschwindigkeiten zu  erzielen, kann durch Aufladung des Presseurs dafür gesorgt werden, dass ohne hohen Druck die Farbe punktgenau und komplett aus den Farbnäpfchen auf das Substrat gezogen wird.

Gravurdruck

Vor und nach dem Druck kann aufgebaute elektrostatische Ladung mit (ex-sicheren) Entladeelektroden störende Schneiderückstände und Staub entfernen und Brandgefahr durch Lösemitteldämpfe minimieren.

Tampondruck

Da sich der Silikon-Tampon durch die Verformung während des Druckvorgangs stark aufladen kann und somit Farbfäden verursachen kann, wird er optimalerweise mit einer Entladelektrode oder Ionensprühdüse neutralisiert.

Wide Format Print

Die aufgebrachte Tinte kann aufgrund statischer Aufladung des Substrats zu Verzerrungen des Tintenmusters führen, sich auf dem Druckkopf ansammeln und ggfs. auch die Elektronik des Druckkopfs beeinträchtigen, wenn keine Entladung vor dem Druck angewendet wird.

Falzung

Gezielte Aufladung führt zu einer Papierstranghaftung/ Verblockung vor dem Querschneider, was Schnittdifferenzen und Schlagecken im Falzapparat vorbeugt.

Um elektrostatisch verursachte Probleme wie Blattstau in den Schwertwalzen im Falzapparat v.A. bei geringen Grammaturen durch Aufladung der Blätter zu verhindern, sollten die Blätter entladen werden.

Verpackung

Durch gezielte Aufladung kann eine Stapelverblockung erreicht werden, was eine Stabilisierung des Stapels zwischen Kreuzleger und Palettierung bewirkt.

Pneumatischer Transport

Entladung mit Rohrionisation oder Ringelektroden sorgt für störungsfreien (Ab)transport von Kantenbeschnitt als Schnitzel zu den Ballenpressen.

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